Spaß in der Sonne – aber richtig: 7 Mythen über Sonnenschutz

In der warmen Zeit des Jahres ist guter Sonnenschutz enorm wichtig – das weiß doch jedes Kind! Oder? Wir haben mit sieben Mythen rund um das Thema Sonnenschutz aufgeräumt, damit ihr einen entspannten Urlaub in der Sonne OHNE schmerzhaften Sonnenbrand genießen könnt!

Mythos 1: Wenn ich oft genug nachcreme, kann ich unbegrenzt lange in der Sonne bleiben.

STIMMT NICHT! Je nach Hauttyp hat jeder Mensch eine Eigenschutzzeit, in der er sich ohne Sonnenschutz in der Sonne aufhalten kann. Für helle Hauttypen sind das gerade einmal 5 Minuten, bei dunkleren Hauttypen ist es etwa eine halbe Stunde. Diese Eigenschutzzeit wird multipliziert mit dem Lichtschutzfaktor (LSF), der meist auf der Verpackung eures Sonnenschutzmittels angegeben ist. Mit einem LSF 30 verlängert sich die Schutzzeit also um das Dreißigfache. Habt ihr helle Haut und seid eher empfindlich für Sonneneinstrahlung, dürft ihr maximal 150 Minuten in der Sonne verbringen und solltet euch danach ein schattiges Plätzchen suchen.

Mythos 2: Wenn ich im Schatten sitze, brauche ich keinen Sonnenschutz.

STIMMT NICHT! Auch im Schatten erreichen euch die UVA und UVB-Strahlen der Sonne. Diese sind zu 80% verantwortlich für Hautalterung und auch dann gefährlich, wenn ihr gar keinen Sonnenbrand bekommt. Und auch wer im Wasser schwimmt, ist nicht vor der Sonneneinstrahlung geschützt, im Gegenteil: Das Wasser reflektiert die Strahlung noch stärker. Deswegen: Cremt, was die Tube hergibt!

Frau cremt sich mit Sonnenschutz ein

Mythos 3: Viel hilft viel.

STIMMT! Tragt euer Sonnenschutzmittel ruhig großzügig und mehrmals am Tag auf, vor allem nach dem Baden und sportlichen Aktivitäten. Da der chemische Schutzfilm der Sonnenschutzmittel vor allem an der Hautoberfläche wirkt, solltet ihr die Sonnencreme nicht zu stark einmassieren, denn dann wird der vermeintlich gut eingezogene Sonnenschutz wirkungslos. Eine erwachsene Person benötigt für den ganzen Körper ca. drei Esslöffel Sonnencreme, ein Kind etwa die Hälfte. Achtet beim Eincremen besonders auf Körperstellen wie Ohren und Nasenrücken, Schultern, Ellbogen, Kniekehlen und Füße.

Mythos 4: Kleidung schützt vor Sonnenbrand.

STIMMT TEILWEISE! Sonnenschutz in Textilform ist sicherlich wirksam, sollte aber bei starker Sonneneinstrahlung nicht überschätzt werden. Meidet transparente Stoffe und greift eurer Haut zuliebe stattdessen zu dicht gewebten Textilien. Neben der Beschaffenheit spielen auch Material und Farbe eurer Kleidung eine Rolle: Ein weißes T-Shirt aus Baumwolle hat einen LSF 5, während ein schwarzes Synthetik-Oberteil schon einen LSF 30 aufweist. Und vergesst auch die „Bekleidung“ für eure Augen nicht! Eine Sonnenbrille mit möglichst hoher Tönungsintensität bewahrt eure Augen vor Schäden der Netzhaut, Entzündungen oder ähnlichem.

Sonne scheint vor blauem Himmel

Mythos 5: Am Sonnenlicht sind nur die UVA- und UVB-Strahlen schädlich.

STIMMT NICHT! Zumindest sind UVA- und UVB-Strahlen nicht die einzigen Übeltäter, denn nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen sind in der Sonnenstrahlung auch Infrarotstrahlen des Typs A enthalten. Diese sind deswegen so hautschädigend, weil sie in die tieferen Schichten der Haut eindringen und dort die Zellen angreifen, was ganz besonders zur Hautalterung beiträgt. Neuere Sonnenschutzmittel enthalten daher neben den bekannten Wirkstoffen auch einen Infrarotfilter.

Mythos 6: Meine Sonnencreme vom letzten Sommer kann ich noch benutzen.

STIMMT TEILWEISE! Je nachdem, wie ihr die Sonnencreme gelagert habt, könnt ihr sie noch benutzen: Die Tube am besten an einem kühlen und dunklen Ort lagern. Die Wirkstoffe, die euch vor der Sonnenstrahlung beschützen sollen, halten meist länger als ein Jahr. Auf der sicheren Seite seid ihr mit den Herstellerangaben zur Haltbarkeit. Diese ist entweder als Verfallsdatum angegeben oder durch einen kleinen Tiegel mit dem Vermerk 6M oder 12M markiert, was sechs bzw. zwölf Monate Haltbarkeitsdauer nach erstmaligem Öffnen bedeutet.

Mythos 7: Sonnenschutz kann ich mir mit der richtigen Ernährung „anessen“Tomaten, Karotten und grünes Gemüse wirken auch als Sonnenschutz

STIMMT TEILWEISE! Ganz allein das Verzehren von bestimmten Lebensmitteln reicht natürlich nicht für umfassenden Sonnenschutz. Jedoch kann eine Ernährung mit Tomaten, Karotten und roten Paprika sich positiv auf den Eigenschutz der Haut auswirken. Diese Lebensmittel enthalten Carotinoide und Zink, die die Haut bei der Bildung eines „inneren“ Sonnenschutzes (ca. LSF 4) unterstützen. Dafür sollte man das leckere Gemüse aber mindestens sechs Wochen lang täglich verzehren. Gesund ist es auf jeden Fall!

 

Alles klar? Nun habt ihr den vollen Durchblick über alle Sonnenschutz-Mythen und wisst Bescheid über die Do’s und Don’ts für einen Tag in der Sonne. Wir wünschen euch einen tollen Sommer und viel Spaß beim Cremen 😉

RESI aus dem Dorfhotel Sylt

RESI aus dem Dorfhotel Sylt

Ich bin die Sylt-RESI und meine Welt sind das Meer, der Wind und die Wellen! Im Sommer stehe ich am liebsten auf dem Surfbrett und genieße den Wind um die Ohren. Mein Zuhause – das Dorfhotel Sylt – liegt zum Glück nur einen Katzensprung vom Strand entfernt. Jeden Morgen besuche ich die kleinen Gäste beim Frühstück und sorge dafür, dass sie nicht nur Würstchen essen sondern auch mal einen Apfel! Denn auf Sylt braucht man viel Energie für den Tag, um bei all der Action auf der Insel nicht schlapp zu machen! Hier im Blog möchte ich euch auf dem Laufenden halten über das, was bei uns so los ist.
RESI aus dem Dorfhotel Sylt
RESI aus dem Dorfhotel Sylt

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