Catch the moment! Wie Achtsamkeit unser Leben verändert

K ommt euch das bekannt vor? „Wo bist du nur mit deinen Gedanken?“, lautet die Frage am Küchentisch… ihr könnt das Frühstück mit der Familie gar nicht richtig genießen und den Gesprächen kaum folgen, weil ihr gedanklich schon bei der Arbeit seid und die Uhr euch im Nacken sitzt. Oder ihr steigt ins Auto, fahrt los und seid auf einmal angekommen, ohne zu wissen welchen Weg ihr genommen habt oder was auf der Fahrt passiert ist. Ihr seid urlaubsreif und würdet am liebsten sofort Kind und Kegel einpacken und aus dem stressigen Alltag fliehen? Bis der wohlverdiente Sommerurlaub endlich ansteht, gibt es trotzdem eine tolle Möglichkeit, uns und unsere Umwelt bewusster wahrzunehmen, den Kopf freizubekommen und unseren Alltag wieder lebendiger zu gestalten. Das Zauberwort heißt Achtsamkeit!

In der Zeitmaschine

Unsere Welt wird immer komplexer, vielfältiger und verändert sich im rasenden Tempo. Da ist es manchmal gar nicht so leicht, mit dieser enormen Geschwindigkeit Schritt zu halten. Die Anforderungen des Alltags führen dazu, dass wir oftmals meinen, mehrere Dinge gleichzeitig erledigen und in Gedanken zwei Schritte im Voraus leben zu müssen. Das Multitasking sorgt allerdings schnell für Hektik, Stress, Unzufriedenheit, Überlastung und Überforderung – ein Lebensstil, der langfristig sogar krank machen kann.

Gestresste Business-Frau

Allzu oft rauscht das Leben unbewusst an uns vorbei und wir sind mit unserer Aufmerksamkeit gar nicht mehr im Hier und Jetzt. Stattdessen arbeitet in unserem Kopf eine Zeitmaschine unermüdlich daran, uns ständig in die Vergangenheit und in die Zukunft zu ziehen. Wir verbringen viel Zeit damit, uns Sorgen zu machen, von der Zukunft zu träumen, Pläne zu schmieden oder der guten alten Zeit nachzutrauern. Unser Verstand ist manchmal wie ein Flugzeug im Autopilotenmodus und lenkt uns von dem ab, was wir gerade tun. Ist das nicht schade? Also, lasst uns den Autopilotenmodus abschalten und wieder selbst das Steuer übernehmen! Und wie geht das?

Was bedeutet Achtsamkeit?

Der Begriff Achtsamkeit geht auf das englische Wort „mindfulness“ zurück und bedeutet so viel wie „aufmerksam sein“ oder „bewusst sein“. Die Ursprünge der Achtsamkeit liegen in der buddhistischen Philosophie, aber auch andere religiöse und kulturelle Traditionen haben Methoden entwickelt, die der Praktik des achtsamen Wahrnehmens sehr ähnlich sind.

Aber keine Bange, man muss nicht Buddhist sein, Esoterik mögen oder an etwas Bestimmtes glauben, um sein Leben achtsamer gestalten zu gestalten. Vielmehr geht es um eine alltagstaugliche innere Haltung zum Leben, sowie um Übungen, die ihr jederzeit und überall praktizieren könnt und deren positive Effekte auf die psychische und körperliche Gesundheit in wissenschaftlichen Studien eindeutig nachgewiesen wurden.

Achtsamkeit hilft dabei, Stress effektiv zu reduzieren, sich zu entspannen, gelassener zu leben, in Konfliktsituationen souveräner zu reagieren und das eigene Leben ins Gleichgewicht zu bringen. Zudem können wir lernen, wohlwollender mit uns und anderen umzugehen und uns so zu akzeptieren, wie wir sind, ohne uns ständig zu verurteilen.

Akzeptanz: Das Leben annehmen, wie es ist

„Du kannst die Wellen nicht stoppen, aber du kannst lernen zu surfen.“ (Jon Kabat-Zinn)

Die Grundhaltung der Achtsamkeit ist die Akzeptanz. Das bedeutet, dass wir unser Innenleben unvoreingenommen, offen und interessiert beobachten und es annehmen, ohne es zu bewerten und zu analysieren. Die annehmende Haltung macht es möglich, auch vermeintlichen Schwächen und Situationen, die uns ganz und gar nicht schmecken und anders sind, als wir es gerne hätten, bewusst zu begegnen. Denn gerade das, was wir verdrängen wollen, hat unbewusst eine besonders starke Wirkung auf uns. Der Versuch, unveränderliche Dinge abzuwehren, verbraucht sehr viel Kraft und Energie, die wir viel besser nutzen können. Hören wir also auf, wie Don Quichotte gegen unsere inneren Windmühlen – also unsere Ängste und negativen Gefühle – anzukämpfen! Der amerikanische Psychologe Russ Harris hat dazu einen klugen Satz gesagt:

Entwickle den Mut, jene Probleme zu lösen, die lösbar sind, die Gelassenheit, jene Probleme zu akzeptieren, die nicht zu lösen sind, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“

Stets bei der Sache: Das Leben findet jetzt in diesem Augenblick statt!

Gerade jetzt geht ein Moment vorbei. Wir müssen dieser Moment sein.“ (Paul Cézanne)

Achtsamkeit bedeutet, mehr im Hier und Jetzt zu leben, dem Moment mehr Aufmerksamkeit zu schenken und sich nur auf das zu konzentrieren, was man gerade tut. Es wäre doch viel zu schade, etwas zu versäumen, weil man nur halb präsent durch den Alltag taumelt. Deshalb lasst uns die Vielfalt und die Fülle des Lebens in vollen Zügen genießen und nur auf das, was in diesem Augenblick gerade geschieht, fokussieren.

So bringt ihr Achtsamkeit in eurer Leben – 3 Tipps für einen achtsameren Alltag

 Wie bei allen Fähigkeiten gilt natürlich auch für die Achtsamkeit: Übung macht den Meister! Wir haben drei Tipps für euch, wie ihr ein bisschen mehr Achtsamkeit in euer Leben bringen könnt!

1. Die Reise durch den Körper

Mit kurzen Übungen könnt ihr euch jederzeit voll und ganz ins „Hier und Jetzt“ zurückholen und euch ausschließlich auf den gegenwärtigen Moment konzentrieren. Nehmt zunächst eure Umgebung wahr und versucht so viel wie möglich von dem zu erfassen, was ihr sehen, hören, spüren, schmecken und riechen könnt. Nehmt mindestens fünf Geräusche war, die ihr hören könnt, fünf Gegenstände, die ihr sehen könnt und fünf Dinge, die ihr auf eurem Körper spüren könnt (z.B. die Kleidung auf eurer Haut oder einen Luftzug im Gesicht). Danach richtet ihr die Aufmerksamkeit auf euch selbst und scannt euren Körper von Kopf bis Fuß. Welche Empfindungen nehmt ihr im Kopf, im Brustkorb und im Bauchraum wahr? Wie ist eure Körperhaltung und wo befinden sich eure Arme und Beine? Danach fokussiert ihr euch auf den Atem. Nehmt das Heben und Senken des Brustkorbes wahr und spürt, wie die Luft durch die Nasenlöcher und den Mund in euch ein- und ausströmt und wie eure Lungen sich weiten und verengen.

2. Achtsamkeit im Alltag

Achtsamkeit lässt sich bei jeder Gelegenheit und bei jeder Aktivität im Alltag üben. Anstatt zehn Dinge gleichzeitig zu erledigen, geht es darum, euch ausschließlich auf das zu konzentrieren, was ihr gerade tut. Alltägliche Routinehandlungen werden so zu einem ganz neuen und intensiven Erlebnis, also raus aus dem Autopilotenmodus:

Wenn ihr morgens einen Kaffee trinkt, schaltet das Radio ab und legt die Zeitung beiseite. Richtet eure Aufmerksamkeit stattdessen ganz auf die Zubereitung eures Kaffees und den Vorgang des Trinkens selbst. Wie sieht der Kaffee aus? Welche Farbe und Temperatur hat er? Wie riecht er? Was genau schmeckt ihr und wie fühlt sich an, wenn ihr einen Schluck Kaffee im Mund habt? Was spürt ihr dabei? Löst das Getränk etwas in euch aus, z.B. bestimmte Empfindungen oder vielleicht sogar Erinnerungen? Nehmt dabei auch bewusst die Bewegungen eures Körpers, z.B. eure Arme, eure Hände, eure Zunge, eure Lippen und euren Kiefer, wahr.

Frau auf Sofa trinkt eine Tasse Tee

Auch bei der Arbeit ist achtsame Fokussierung hilfreich. Erledigt lieber eine Aufgabe nach der anderen und konzentriert und jede einzelne davon. Multitasking führt nur zu Fehlern und Stress und vergeudet Energie!

3. Macht einen Achtsamkeits-Kurs

Mittlerweile werden in fast allen Städten Kurse zu dem vom Molekularbiologen Jon-Kabat-Zinn entwickelten MBSR-Programm (Mindfulness-Based Stress Reduction / Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion)  angeboten, in denen man die Entwicklung, Einübung und Stabilisierung von Achtsamkeit durch Übungen (wie z.B. achtsame Körperwahrnehmung, Yoga und Meditation) trainieren kann. Tipp: Die MBSR-Kurse werden von vielen Krankenkassen als Präventionskurs bezuschusst – auf jeden Fall schon vorab bei eurer Kasse informieren!

Achtsamkeit in den DORFHOTELS

Familie – Job – Haushalt… und der Tag hat nur 24 Stunden. Die Anforderungen des Familienlebens und des Arbeitsalltages lassen es häufig kaum zu, sich intensiv mit einer neuen Lebenshaltung, wie der Achtsamkeit auseinanderzusetzen. Wie gut, dass bald die Urlaubszeit beginnt! In den DORFHOTELS dürft ihr ganz bei euch selbst sein, denn am Fleesensee, in Boltenhagen und auf Sylt bieten wir euch viele Möglichkeiten, während eures Urlaubs den Einstieg in ein achtsames und erfülltes Leben zu finden.

Nicht nur unsere Wellnessbereiche ermöglichen Entspannung pur. Da unsere DORFHOTELS allesamt nah am Wasser gebaut sind, könnt ihr bei langen Spaziergängen die Seeluft schnuppern und euch voll ganz auf eure Selbstwahrnehmung konzentrieren.

Achtsamkeit im Alltag: Blonde Frau genießt die Sonne im Freien

Dank unserer Kinderbetreuung ist es möglich, dass ihr Zeit und Raum für euch selbst sowie die nötige Ruhe für die Achtsamkeitsübungen habt. Schaut bei uns vorbei und genießt mit der ganzen Familie Erholung und Entspannung pur!

Nun habt ihr einen kleinen Einblick in die Grundlagen der Achtsamkeit erhalten. Mit unseren Übungen könnt ihr euch jederzeit und an jedem Ort der achtsamen Wahrnehmung widmen, die euch auf längere Sicht ein ganz neues Lebensgefühl bescheren wird.

Stay tuned for more mindfulness!

RESI aus dem Dorfhotel Boltenhagen

RESI aus dem Dorfhotel Boltenhagen

Als echter Insider aus dem Dorfhotel Boltenhagen habe ich, die Boltenhagen-RESI, viele aufregende Geschichten zu erzählen. Am liebsten verbringe ich meine Zeit mit den Kindern, z.B. beim Sandburgen bauen an unserem hauseigenen Strand. Außerdem bin ich ein kleines Schleckermaul und kann von leckerem Essen einfach nicht genug bekommen. Deshalb gibt es auch jeden Tag eines meiner Leibgerichte in unserem Restaurant, und das könnt ihr auch bestellen! Ich freue mich darauf, hier im Blog meine Erlebnisse mit euch zu teilen!
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