Geocaching: Moderne Schatzsuche für Entdecker

Habt ihr schon einmal von Geocaching gehört? Nein? Wer zurück an seine Kindheit denkt, erinnert sich vielleicht an ein ähnliches Spiel: Geocaching ist eine Art moderne Schnitzeljagd, die zusätzlich über einige Raffinessen verfügt. In unserem Blogbeitrag erfahrt ihr alles über die Entstehung, Regeln und Arten von Geocaching und natürlich, wie ihr dabei mitmachen könnt!

Es ist die Suche nach der Nadel im Heuhaufen: Beim Geocaching begeben sich große und kleine Schatzsucher auf Entdeckungstour, um nach einem verborgenen Cache, also dem versteckten Schatz, zu suchen. Wo sie suchen müssen, verrät ihnen das Internet: Auf Seiten wie www.opencaching.de wird eine Liste aller weltweit versteckten Caches geführt – und das sind eine ganze Menge: Im Jahr 2015 gab es etwa 2,6 Millionen Caches auf der ganzen Welt. Für jedes Cache sind Koordinaten angegeben, die mithilfe eines GPS-Empfängers bis auf rund 10 Meter genau bestimmt werden können. Je nach Art des Caches müssen erst Aufgaben oder Rätsel gelöst werden, um an die Koordinaten zu kommen – diese Caches nennt man Rätsel-Caches. Darüber hinaus gibt es noch weitere Varianten: Die Caches unterscheiden sich nach Größe, Schwierigkeitsgrad und Inhalt. Ein anderer Bestandteil bleibt jedoch immer gleich und ist schon seit der Entstehung von Geocaching vorhanden: Das Logbuch. Dieses befindet sich in Form eines Zettels oder eines kleinen Notizbuchs im Cache, welches meistens mit einer wasserdichten Plastik- oder Metallverpackung geschützt ist. Wie der Name schon sagt, sollen sich Finder ins Logbuch eintragen – nur so kann sichergestellt werden, dass der Schatz auch wirklich gefunden wurde. Parallel dazu gibt es nämlich auch online Cache-Datenbanken, in denen die Logs erfasst werden.

Geocaching Box unter Baumstamm

Was ihr beim Geocaching beachten solltet06

Doch beim Geocaching gibt es noch weitere Regeln: Ein Motto lautet „Nimm etwas, gib etwas“ – neben den Logbüchern sind in den kleinen Schatzkisten oft andere Gegenstände versteckt. Wer das Cache findet, darf sich eine Sache daraus mitnehmen, wenn er im Gegenzug ein gleich- oder höherwertiges Item wieder im Cache hinterlässt. So hat auch der nächste Finder Spaß an der Suche. In den Caches können verschiedene Dinge hinterlegt sein: Von Stiften, CDs, Büchern, Bildern, Soft- oder Hardware, aber auch Münzen und Kleinigkeiten ist alles dabei. Manchmal findet man auch Caches, die nicht mit Gegenständen gefüllt sind, sondern die einfach nur auf eine Sehenswürdigkeit in der Umgebung, ein wichtiges Thema oder ein besonderes Naturereignis aufmerksam machen wollen. Auf keinen Fall sollte man hingegen illegale oder nicht kindgerechte Dinge in seinem Cache deponieren, ebenso wenig wie Lebensmittel – diese locken nämlich Tiere an, die den kleinen Schatz unter Umständen zerstören oder sich daran verletzen könnten. Außerdem ist es ratsam, beim Geocaching immer gut auf die Natur acht zu geben und beim Wandern durch Feld, Wald und Wiesen so wenig Spuren wie möglich zu hinterlassen. Nichtsdestotrotz bietet sich mit dem Geocaching ein guter Anreiz für eine Wanderung oder einen Ausflug in die Umgebung, denn wenn es einen Schatz zu entdecken gibt, macht der Weg dort hin gleich doppelt so viel Spaß! Doch Vorsicht – in der Geocaching-Community ist es ein ungeschriebenes Gesetz, dass man bei seiner Suche so unauffällig wie möglich vorgehen sollte, um Nicht-Eingeweihte („Muggels“) vom Cache fernzuhalten.

Natürlich muss man nicht immer der Suchende sein: Wer mag, kann sein eigenes Cache verstecken und wird damit zum „Owner“ des Caches. Das Cache sollte wasserdicht verpackt bzw. verschlossen und mit Namen von Cache und Owner, Koordinaten des Verstecks und einer Warnung an zufällige Finder („Bitte nicht entfernen oder beschädigen!“) versehen werden. Danach kann das Cache je nach Größe an einem mehr oder weniger offensichtlichen Ort versteckt werden. Als Versteck verwenden viele der Cache-Owner vorzugsweise natürliche Hohlräume; das Vergraben von Caches wird nicht gern gesehen, da so Einfluss auf die Natur genommen wird. Im Anschluss heißt es warten und verfolgen, wer das Cache findet!

Was Geocaching mit dem ehemaligen US-Präsidenten zu tun hat

Geocaching Plakat an BaumstammGut zu wissen: Geocaching ist erst durch eine Entscheidung des damaligen amerikanischen US-Präsidenten Bill Clinton möglich geworden. Früher vom US-Militär genutzt, wurden bei dem Satelliten-Navigations-System GPS künstliche Fehler eingebaut, die verhinderten, dass zivile Nutzer bestimmte Ziele mit einer größeren Genauigkeit als 100m Umkreis orten konnten. Das Militär war dazu in der Lage, diese Fehler herauszurechnen – so konnte es die GPS-Daten viel genauer auswerten. Am 02. Mai 2000 entschied sich die US-Regierung jedoch dazu, die Funktion zur künstlichen Verschleierung des GPS-Signals abzuschalten, sodass nun auch nicht-militärische Nutzer zur genaueren Ortung von Zielen befähigt wurden. Einen Tag später entschied ein Mann namens Dave Ulmer, diesen Umstand zu „feiern“: Er versteckte eine Box voll Kleinkram in seiner nahen Umgebung, stellte die Koordinaten online und rief andere dazu auf, diese zu suchen. Das war die Geburtsstunde des Geocaching, das bis zu seiner heutigen Form immer weiter entwickelt wurde und eine große Fangemeinde gefunden hat. Wer weiß, vielleicht gehört ihr auch bald dazu?

Schreibt uns eure Erfahrungen mit Geocaching in die Kommentare und verratet uns, wo ihr euer Cache verstecken würdet!

 

RESI aus dem Dorfhotel Fleesensee

RESI aus dem Dorfhotel Fleesensee

Ich bin die RESI vom Fleesensee und manche sagen ich bin ein echtes Landei. Aber das macht mir gar nichts aus, denn ich liebe die Natur, das viele Grün und die wunderschöne Seenlandschaft hier bei uns an der Mecklenburgischen Seenplatte. Von Langeweile ist bei uns im Dorfhotel Fleesensee keine Spur, ganz im Gegenteil: Bei uns gibt's so viel zu sehen und zu tun, da vergeht die Zeit wie im Flug. Ich bin ein richtiges Naturkind und am liebsten draußen unterwegs, z.B. bei einer ausgedehnten Runde Golf. Bei Regen bin ich am liebsten in unserem "Friemelhus". Dort basteln, häkeln, kleben und schneiden unsere kleinen Gäste was das Zeug hält und dabei entstehen richtige kleine Kunstwerke.
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