RESIs Kochstudio: Die norddeutsche Küche

Moin Moin! Wer schon einmal im hohen Norden unseres Landes zu Besuch war oder dort lebt, der weiß die norddeutsche Küche sicherlich zu schätzen: Herzhaft und bodenständig, manchmal auch deftig, aber immer ehrlich. Doch für Neulinge, die noch nicht vertraut sind mit dem Kochstil der Hamburger, Bremer und Mecklenburger, können Gerichte wie Labskaus, Pinkel und Friesentorte schon mal Fragen aufwerfen. Unsere DORFHOTELS liegen alle drei im Norden und so kommen auch bei uns ab und an typische Gerichte der norddeutschen Küche auf den Tisch. Einige dieser Köstlichkeiten stellen wir euch in diesem Beitrag vor!

Norddeutsche Küche: Ahoi, ihr Matrosen!

Die Gastronomie im Norden Deutschlands ist geprägt von seiner Nähe zum Meer; man isst viel Fisch und Meerestiere. Doch auch andere Gerichte, die keinen Fisch enthalten, sind auf eine Art mit der See verbunden: So erzählt man sich, dass beispielsweise das typisch norddeutsche Gericht Labskaus vor langer Zeit von Seefahrern erfunden wurde, die auf ihren Reisen mit dem Schiff nur Proviant mitnehmen konnten, der auch lange haltbar war. So machten sie aus der Not eine Tugend und mischten einen Brei aus Kartoffeln, roter Bete und Dosenfleisch, der heute oft mit einem Spiegelei, Rollmops und Gewürzgurken als Beilage serviert wird.

Norddeutsche Küche: Labskaus

Doch auch angesichts manch ulkiger Namen von norddeutschen Speisen stehen dem ein oder anderen Fragezeichen ins Gesicht geschrieben: Was ist denn bitteschön Grünkohl mit Pinkel? Und heißt die Friesentorte so, weil sie nur von Friesen gemacht wird? In der Tat wird die Friesentorte vor allem in Nord- und Ostfriesland gern gebacken. Sie besteht aus mehreren sich abwechselnden Schichten Mürbeteig, Blätterteig, Sahne und Pflaumenmus. Zum Schluss werden auf die oberste Sahneschicht noch Dreiecke aus Blätterteig aufgelegt. Ein absolutes Muss zum Probieren!

So essen die Nordlichter

Und dann wäre da ja noch das Grünkohlgericht mit Pinkel. Letzteres hat weder etwas mit Toilettengängen noch mit über-eitlen Menschen zu tun, sondern ist eine grobe, geräucherte Grützwurst, die man besonders in der Gegend rund um Bremen und Oldenburg mit Kartoffeln und Grünkohl isst. Der Name der Wurst leitet sich wohl am ehesten vom Wort „Pinker“ ab, ein Begriff für den Mastdarm, der traditionell als Wursthülle diente. Das typisch norddeutsche Gericht kommt bevorzugt in den Wintermonaten auf den Tisch.

Nordische Küche: Grünkohl und Pinkel

Fast sommerlich wirkt hingegen die Kombination aus Bohnen, Birnen und Speck: Ja, die Nordlichter essen diese drei Dinge tatsächlich zusammen! Die Süße der Birne und die Würze des Specks ergeben einen einzigartigen, aber leckeren Kontrast; ähnlich wie „Tüften und Plum“, also Kartoffeln und Pflaumen, die zu einer deftigen Kartoffelsuppe mit Kasseler Fleisch oder Schweinebauch als Beilage besonders in Mecklenburg gern gegessen werden.

Die norddeutsche Küche ist also vielfältiger, als man denkt und steckt voller spannender und schmackhafter Gerichte. Wenn ihr nun auch schon Hunger bekommen habt, dann nichts wie ran an den Herd! Und damit ihr nicht lange nach dem passenden Rezept suchen müsst, haben wir hier schon mal das Rezept für Labskaus herausgesucht:

 

FÜR 2 PORTIONEN

400 g mehlig kochende Kartoffeln
Salz
400 g gegarte und geschälte Rote-Bete-Knollen (Kühlregal)
200 g Gewürzgurken
100 ml Gewürzgurkensud
1 Dose Corned Beef (340 g EW)
Pfeffer
2 El Öl
2 Eier (Kl. M)
4 Rollmöpse

 

ZUBEREITUNG (Dauer ca. 35min)

  1. Kartoffeln schälen, vierteln und in kochendem Salzwasser 20 Min. garen.
  2. Inzwischen 300 g Rote Bete in grobe Stücke schneiden und zusammen mit Gewürzgurken, Gewürzgurkensud und Corned Beef fein pürieren. Übrige Rote Bete in dünne Spalten schneiden.
  3. Die Kartoffeln abgießen und mit einer Gabel oder einem Kartoffelstampfer fein zerdrücken. Das Rote-Bete-Püree unterheben und alles bei milder Hitze erwärmen. Mit Salz und Pfeffer würzen.
  4. Öl in einer Pfanne erhitzen. Eier darin in 3-4 Min. als Spiegeleier braten. Zusammen mit den Rollmöpsen und einigen Rote-Bete-Spalten zum Labskaus servieren.

 

Wir wünschen guten Appetit!

RESI aus dem Dorfhotel Sylt

RESI aus dem Dorfhotel Sylt

Ich bin die Sylt-RESI und meine Welt sind das Meer, der Wind und die Wellen! Im Sommer stehe ich am liebsten auf dem Surfbrett und genieße den Wind um die Ohren. Mein Zuhause – das Dorfhotel Sylt – liegt zum Glück nur einen Katzensprung vom Strand entfernt. Jeden Morgen besuche ich die kleinen Gäste beim Frühstück und sorge dafür, dass sie nicht nur Würstchen essen sondern auch mal einen Apfel! Denn auf Sylt braucht man viel Energie für den Tag, um bei all der Action auf der Insel nicht schlapp zu machen! Hier im Blog möchte ich euch auf dem Laufenden halten über das, was bei uns so los ist.
RESI aus dem Dorfhotel Sylt
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