RESIs Bastelstube: Scrapbooks erwecken Erinnerungen zu neuem Leben

D as Bauen von Standburgen mit den Kids, der Familien-Spaziergang an einem schönen Frühlingstag am Fleesensee oder das entspannte Sonnenbad auf Sylt – die tollsten Urlaubs-Momente möchten wir am Liebsten ein Leben lang erhalten. Fotos allein können die ganze Magie und Atmosphäre eines Moments nicht immer in vollem Umfang einfangen. Genau da hilft Scrapbooking. Denn der Trend ist eine wunderbare Möglichkeit, die schönsten Erinnerungen zu bewahren und mit neuem Leben zu füllen. Wie das geht und was es mit dem heißesten Basteltrend der letzten Jahre (der übrigens aus den USA nach Deutschland geschwappt ist) auf sich hat, erfahrt ihr in diesem Blog-Post. Natürlich mit jeder Menge Tipps, wie ihr eure Scrapbooks individuell und kreativ gestalten könnt.

Scrapbooking? Was ist das eigentlich?

Der Begriff Scrapbooking selbst kommt ursprünglich aus dem Englischen. „Scrap“ bedeutet da „der Schnipsel“ oder das „Stückchen“ – und genau das ist ziemlich passend, da in den „Schnipselbüchern“ verschiedene Schnipsel und Mosaikstücke der eigenen Lebensgeschichte eingeklebt, gesammelt und mit allerlei schmückendem Beiwerk präsentiert werden. Ein Scrapbook ist also – vereinfacht gesagt – eine aufwändig gestaltete Mischung aus Fotoalbum und Tagebuch, in der Bilder und Erinnerungstücke künstlerisch verziert und mit viel Liebe zum Detail in Szene gesetzt werden.

Scrappen in den Fußstapfen von Mark Twain

Die Idee zum Scrapbooking selbst ist nicht neu: Der berühmte amerikanische Schriftsteller Mark Twain, der die Welt um die Abenteuer Tom Sawyer und Huckleberry Finn bereichert hat, gilt als einer der ersten begeisterten Scrapbooker. Auf seinen Reisen trug er stets Notiz- und Tagebücher bei sich, in die er Fotos, Souvenirs und Zeitungsausschnitte einklebte und mit handschriftlichen Texten, Kommentaren und Zitaten versah. Aus seiner Leidenschaft erwuchs die Idee, ein Buch mit selbstklebenden Beschichtungen auf den einzelnen Seiten anfertigen zu lassen, damit die Erinnerungsstücke leichter fixiert werden können. Seine Erfindung ließ er im Jahr 1872 sogar patentieren. Das Grundprinzip der Erinnerungsbücher von Mark Twain gilt also auch heute noch für das moderne Scrapbooking.

Weniger ist mehr!

Als erstes solltet ihr euch überlegen, zu welchem Thema bzw. Ereignis ihr eurer Scrapbook erstellen wollt und dann in eurem „Bildarchiv“ nach den besten und passendsten Bildern stöbern. Ganz egal, ob es der letzte Urlaub, eine tolle Geburtstagsfeier oder die wundervolle Babyzeit eurer Kids ist – alles, was für euch einen besonderen Erinnerungswert hat, eignet sich dazu, in einem Scrapbook verewigt zu werden.

Dank Smartphones und taschengroßen Kameras kommen ja heute ganz schnell mehrere tausend Bilder von einer Veranstaltung, einem Urlaub oder einem Ereignis zusammen, die eure Festplatten, euren Handyspeicher und die gute, alte Fotokiste fast zum Platzen bringen. Für ein Scrapbook sind das alles viel zu viele Bilder, denn es ist ja gerade das Ziel, die Highlights herauszupicken und nur die schönsten Bilder mit Zierde und schmückendem Beiwerk stilbewusst und kunstvoll in Szene zu setzen. Meistens reichen schon 10 bis 15 Bilder aus, um ein Event angemessen zu präsentieren. Also: Los geht’s mit dem Durchstöbern der Dateiordner und dem Wühlen in Fotoboxen, ihr habt die Qual der Wahl! 😉

So viel mehr als nur ein Fotoalbum

  • Um euren Fotos einen wunderschön gestalteten Rahmen zu geben und sie ausdrucksstark zu inszenieren, sind eurer Kreativität und Fantasie bei der Gestaltung eures Scrapbooks keinerlei Grenzen gesetzt. Ihr könnt viele künstlerische Techniken und Stilrichtungen in die Arbeit einfließen lassen:
  • Als Grundlage für das Scrapbook benötigt ihr entweder lose Papierblätter, die später gebunden werden und weiß, farbig, bedruckt, gestanzt, verziert oder geprägt sein können. Oder ihr nehmt ein vorgefertigtes Buch (z.B. ein reguläres Fotoalbum), dessen Seiten ihr weiter gestalten könnt. Allerdings ist es empfehlenswert, wenn jede Seite in einer Hülle verwahrt wird und sich aus dem Album herausnehmen lässt, da man sein Scrapbook so immer wieder ergänzen oder umsortieren kann und nicht chronologisch arbeiten muss.
  • Zum Binden des Scrapbooks können einfache Drahtkammbindungen oder individuelle Fadenheftungen verwendet werden. Das alles könnt ihr beim Copyshop um die Ecke oder dem Buchbinder eures Vertrauens schnell und kostengünstig machen lassen.
  • Die Fotos, die ihr zuvor ausgewählt habt, werden nun auf einzelne Seiten geklebt und um wichtige bzw. passende Erinnerungsstücke, die mit den Bildern in Verbindung stehen, ergänzt. Accessoires, die man ertasten, fühlen und riechen kann, machen aus eurem Werk ein sinnliches Vergnügen und lassen Erinnerungen lebendig werden. Je nach Ereignis können das zum Beispiel Konzerttickets, Flugblätter, Visitenkarten, Prospekte, getrocknete Blumen oder Stofffetzen eurer Lieblingskleidungsstücke sein. Eurer Kreativität sind da keine Grenzen gesetzt: Alles, was euch wichtig ist und in euch Erinnerungen zum Leben erweckt passt in ein Scrapbook hinein. Und wenn ihr ein Erinnerungsbuch zum letzten Urlaub erstellen wollt, passen natürlich auch Fahrscheine, Flugtickets, Land- und Eintrittskarten, eine Muschel vom Strand oder ein Schirmchen aus einen Cocktailglas. 😉
  • Die Seiten, auf denen ihr die Fotos und Erinnerungsstücke eingeklebt habt, können dann mit Deko-Materialien wie Glitzergel, Aufklebern, Filz, Perlen und gemustertem Klebeband verziert werden. Auch Alltagsgegenstände wie Stoffreste, Büroklammern, Knöpfe, Tapete, Klopapierrollen können Verwendung in eurem Album finden.
  • Zudem lassen sich auch aus verwandten Basteltrends wie z.B. dem Stampin‘ Up tolle Ideen für eure Scrapbooks übernehmen. So kann man z.B. Motive aufstempeln.
  • Kleine Briefumschläge oder Brottüten sind bestens geeignet, um lose Gegenstände in eurem Scrapbook zu verwahren.
  • Klebstoffe, Klebepunkte, 3-D-Klebepats, Eyelets (Ösen in verschiedenen Formen und Farben), Scheren und Motivstanzer sind notwendige Utensilien, um eurem Buch Form und Halt zu geben.
  • Mit Farben (die durch Stifte oder flüssig mit Pinseln aufgetragen werden können), lassen sich zudem schöne Akzente setzen.

Buchstabensalat – Lasst auch Worte sprechen!

Auch bei den kreativen Schnipselbüchern gehören die guten alten Stifte zu den wichtigsten Werkzeugen: Egal ob Tagebucheinträge, Anmerkungen, Anekdoten, Gedichte, lustige und coole Sprüche, Zitate, Songtexte, Bildbeschreibungen oder kleine Zeichnungen – beschriftet die Seiten eures Scrapbooks nach Herzenslust und gestaltet sie mit Textbausteinen, die als begrenzende oder auflockernde Elemente eurem Fotobuch den letzten Kick geben.

Bildunterschriften können zum Beispiel die klassischen W-Fragen beinhalten: Wer ist auf dem Bild zu sehen? Wo und in welchem Zusammenhang ist das Foto entstanden?

Ebenso könnt ihr Stempel, vorgefertigte Plastik- oder Pappbuchstaben sowie ausgeschnittene Buchstaben bzw. Worte aus Zeitungen, Zeitschriften und Werbeprospekten für die textliche Gestaltung eures Werks nutzen. Alles geht, nichts muss!

So wird eurer Scrapbook zu einem Gesamtkunstwerk, in dem Geschichten in Bildern, Texten, Ornamenten und Erinnerungsstücken erzählt und lebendig gehalten werden. Der Gesamteindruck aus allen Elementen vermittelt zudem die Stimmung und die Atmosphäre, die zum Zeitpunkt der Aufnahme des Bildes herrschten und bewahrt sie über das reine Foto hinaus.

Vorsicht vor Bastelfallen!

Es steckt so viel Mühe in eurem Buchkunstwerk, da wäre es doch viel zu schade, wenn sie durch ungeeignete Bastelutensilien in Mitleidenschaft gezogen würden. Die Materialien und Klebstoffe, die ihr verwendet, sollten deshalb keine Chemikalien enthalten, die beim Trocknen und Ausdünsten das eingeklebte Bildmaterial beschädigen oder zerstören könnten. Achtet deshalb darauf, dass ihr ausschließlich säure- und ligninfreie Substanzen verwendet. (Lignin kann zum Beispiel dazu beitragen, dass Fotos sehr schnell ausbleichen und einen fiesen Gelbstich bekommen.)

Auch scharfkantige Gegenstände (w z.B. Muscheln) oder Materialien mit einer rauen Oberfläche können möglicherweise beim Öffnen und Schließen des Scrapbooks die Fotos zerkratzen. Deshalb ist wichtig, dass ihr die Seiten eures Buches so arrangiert werden, dass die Bilder nicht mit den bedenklichen Werkstoffen in Berührung kommen.

Nicht ohne eure Kids!

Senior woman scrapbooking with granddaughterEin Scrapbook zu erstellen ist nicht nur ein Bastelspaß für Erwachsene! Kinder lieben es zu basteln und werden sicherlich voller Begeisterung an eurem Werk mitarbeiten. Lasst euch überraschen, welche fantasievollen und kreativen Ideen eure kleinen Assistenten zu euren Scrapbooks beisteuern. Und wer weiß, vielleicht bringen eure Kleinen sogar noch einige tolle Anregungen von der Bastelstunde im Kindergarten oder dem Kunstunterricht in der Schule mit.

Nun wisst ihr, wie ihr euren Urlaub für die Nachwelt erhalten und die schönsten Momente in individuell und kreativ gestalteten Fotobüchern festhalten könnt. Also ran ans Werk! Eure Scrapbooks stellen wir gerne in den DORFHOTEL auf Sylt, in Boltenhagen und am Flesensee aus.

RESI aus dem Dorfhotel Sylt

RESI aus dem Dorfhotel Sylt

Ich bin die Sylt-RESI und meine Welt sind das Meer, der Wind und die Wellen! Im Sommer stehe ich am liebsten auf dem Surfbrett und genieße den Wind um die Ohren. Mein Zuhause – das Dorfhotel Sylt – liegt zum Glück nur einen Katzensprung vom Strand entfernt. Jeden Morgen besuche ich die kleinen Gäste beim Frühstück und sorge dafür, dass sie nicht nur Würstchen essen sondern auch mal einen Apfel! Denn auf Sylt braucht man viel Energie für den Tag, um bei all der Action auf der Insel nicht schlapp zu machen! Hier im Blog möchte ich euch auf dem Laufenden halten über das, was bei uns so los ist.
RESI aus dem Dorfhotel Sylt
RESI aus dem Dorfhotel Sylt

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *